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Hauseigentuemer sind zu einer Dichtigkeitspruefung gesetzlich verpflichtet

Einerseits muss eine Dichtigkeitsprüfung bei den Wasserleitungen vorgenommen werden, damit die Umwelt angemessen beschützt wird. Denn wegen von beschädigten Leitungen ist es denkbar, dass die Verschmutzung der naturbelassenen Gewässer erfolgt. Rissige Rohrleitungen, eingewachsene Baumwurzeln beziehungsweise langjährige brüchig gewordene Muffen stellen potentielle Risiken dar. Demgegenüber kommt die Dichtigkeitsprüfung jedoch genauso den Grundstücksbesitzern zugute, da kaputte Wasserleitungen große Folgekosten auslösen können, wenn zum Beispiel wegen einer zerstörten, unentdeckten Leitung das Mauerwerk zu erneuern ist. Selbst bei starkem Regen sorgt eine defekte Abwasserleitung für enorme Folgen. Wenn das Wasser keinesfalls schleunigst genug abläuft, laufen in ein paar Minuten Keller voll. Dazu erhöhen sich die Abwassermengen, wenn die Leitungen auf keinen Fall fehlerfrei funktionieren, was die entsprechenden Nebenkosten überflüssig ansteigen lässt. Prinzipiell sind die Grundstückseigentümer für Schädigungen an deren Abwasserleitungen zuständig. Deswegen sollten jene sich nicht über die Pflicht zur Dichtigkeitsprüfung ärgern, sondern diese eher als hilfreiche Erinnerung betrachten, damit die Abwasserleitungen dauerhaft gewartet werden. Hält man eine Prüfpflicht nicht ein und kann zum Fälligkeitsdatum keine Dichtigkeitsprüfung nachgewiesen werden, haben Grundstücksbesitzer mit einem Bußgeld zu rechnen.

Wer eine Dichtigkeitsprüfung macht

Jene Prüfung sollte nur durch geprüfte Sachkundige vorgenommen werden, die in der Lage sind, die dichtigkeitsprüfung neubau Funktionstüchtigkeit der Abwasserkanäle kompetent zu kontrollieren. Durch anpassungsfähige Spezialkameras kann der Zustand der einzelnen Leitungen äußerst genau begutachtet werden. Damit die Prüfpflicht erfüllt wird, ist eine offizielle Bescheinigung zum Dokumentieren der Dichtigkeitsprüfung vorzulegen, die der passenden Selbstüberwachungsverordnung Abwasser gerecht wird. Dieses Dokument können lediglich zertifizierte Spezialisten ausstellen. Je nach Ergebnis sind die Leitungen zu reparieren. Nach der Selbstüberwachungsverordnung Abwasser haben die Grundstückseigentümer je nachdem, wie schwer die Schädigungen an den entsprechenden Leitungen sind, zehn Jahre Zeit, damit jene instand gesetzt werden können.

Fälligkeiten

Bis spätestens 31. Dezember 2015 hatte die Dichtigkeitsprüfung bei sämtlichen Immobilien in Wasserschutzgebieten zu erfolgen, die bis zum 1. Januar 1965 erbaut wurden. Bei allen später gebauten Häusern beziehungsweise Leitungen, die man danach verlegte, endet 2020 die Frist. Dazu kommt, dass bei sämtlichen Änderungen und Reparaturen von den Abwasserkanälen vor der Wiederinbetriebnahme die Kontrolle der Funktionsfähigkeit vorzunehmen ist. Welche Art der Prüfung zu vollziehen ist, liegt an der entsprechenden Wasserschutzzone. Ist sich das bebaute Grundstück in der Zone zwei, muss die Dichtigkeitsprüfung erfolgen. Falls das Haus auf einem Grundstück in der Wasserschutzzone drei ist, hat die optische Prüfung mit der Kanalkamera stattzufinden. Von der Dichtigkeitsprüfung sind jedoch keinesfalls nur die Eigentümer in den Wasserschutzgebieten betroffen. Selbst extern der genannten Flächen sind bei Neubauten sämtliche Schmutzwasserleitungen zu prüfen, ehe sie benutzt werden. Gleichzeitig ist es denkbar, dass Gemeinden und Städte Dichtigkeitsprüfungen bestimmen. Somit müssen sich die Grundstückseigentümer immer individuell bei den lokalen Ansprechpartnern über die Vorschriften informieren. Darüber hinaus können die Kommunen während dem Sanieren eines öffentlichen Kanalnetzes an die anliegenden Besitzer herantreten und von diesen verlangen, dass sie ihre privaten Wasserleitungen überprüfen und reparieren lassen.